Schulfahrten sind ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts. Sie ermöglichen Erfahrungen, die im Unterricht allein kaum entstehen können: gemeinsames Lernen, persönliche Entwicklung und neue Perspektiven auf Welt und Gesellschaft. Von der ersten Begegnungsfahrt bis zur Oberstufenfahrt begleiten sie die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg durch die Schulzeit.
7. Jahrgangsstufe – Kennenlernfahrt
Der Übergang auf das Gymnasium ist ein neuer und spannender Abschnitt. Neugier und Erwartungen sind groß, gleichzeitig gibt es Unsicherheiten. Deshalb beginnen wir die gemeinsame Schulzeit mit einer Kennenlernfahrt
Diese Tage stehen ganz im Zeichen des Kennenlernens und des Zusammenwachsens zur Klassengemeinschaft. In Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre bisherigen Schulerfahrungen und entwickeln gemeinsam Regeln für ein gutes Miteinander.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
- Wie wollen wir miteinander umgehen?
- Wie entsteht ein gutes Lernklima?
- Welche Verantwortung trägt jeder Einzelne für die Gemeinschaft?
Die Fahrt legt einen wichtigen Grundstein für Vertrauen, Verantwortung und ein gutes Klassenklima.
8. Jahrgangsstufe – Erlebnis- und erlebnispädagogische Fahrt
In der 8. Klasse kann eine zweite Fahrt stattfinden, die stärker erlebnispädagogisch ausgerichtet ist. Hier stehen Herausforderungen und gemeinsames Handeln im Mittelpunkt.
Beispiele sind Abenteuerprogramme oder Projekte wie eine Floßexpedition, bei der die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Transportmittel bauen. Solche Erfahrungen machen verborgene Stärken sichtbar, fördern Teamarbeit und lassen die Klasse einander auf neue Weise begegnen.
Ziel ist es, Mut, Vertrauen und Zusammenarbeit zu stärken – wichtige Kompetenzen für das Lernen und Leben in der Gemeinschaft.
9. Jahrgangsstufe - s. Sprachfahrten
Fahrten zu unseren Partnerschulen in Frankreich, Italien oder Spanien
10. Jahrgangsstufe – Abschlussfahrt der Mittelstufe
Am Ende der Mittelstufe steht eine gemeinsame Abschlussfahrt der 10. Klasse. Sie markiert einen wichtigen Übergang: Viele Wege der Mittelstufe liegen hinter den Schülerinnen und Schülern, die Oberstufe beginnt.
Die Fahrt verbindet durch Gemeinschaftserlebnisse. Häufig führen die Reisen ans Meer oder in eine sportlich geprägte Umgebung – etwa zu Surf- oder Sportangeboten. Neben gemeinsamen Aktivitäten gehört das Miteinander im Alltag dazu: gemeinsam kochen, den Tag gestalten, Zeit füreinander haben und Freundschaften vertiefen.
12. Jahrgangsstufe – Oberstufenfahrt
In der Qualifikationsphase führt eine Oberstufenfahrt in eine europäische Metropole. Typische Ziele sind etwa Kopenhagen, Wien, Budapest oder Prag. Aus ökologischen Gründen suchen wir möglichst europäische Ziele, die mit der Bahn zu erreichen sind.
Die Oberstufenfahrt ist eine Studienfahrt, die kulturelle Bildung mit eigenständigem Entdecken verbindet. Dazu gehören:
- Stadterkundungen und historische Rundgänge
- Exkursionen zu kulturellen und politischen Orten
- Begegnungen und Gespräche mit Einheimischen
Thematische Fahrten und internationale Projekte
Neben den festen Jahrgangsfahrten gibt es regelmäßig thematische Fahrten, etwa Chor- und Orchesterfahrten, Kunstfahrten oder internationale Projekt- und Austauschprogramme.
Ein Beispiel dafür ist ein internationales Projekt in Thessaloniki, an dem Schülerinnen und Schüler unserer Schule teilgenommen haben. Unter dem Titel „uprooted – (hi)Stories of Stolen Children during World War II and beyond“ trafen sich Jugendliche aus Polen, Tschechien, Griechenland, Deutschland und der Ukraine. Eine Woche lang arbeiteten sie gemeinsam zur europäischen Geschichte und zum Schicksal der sogenannten „gestohlenen Kinder“ während des Zweiten Weltkriegs. Teamtraining, historische Recherchen und die Arbeit mit digitalen Medien gehörten ebenso dazu wie der Austausch über aktuelle Erfahrungen – etwa mit Jugendlichen aus der Ukraine.
Solche Begegnungen eröffnen neue Perspektiven auf Geschichte und europäische Solidarität.
Wie prägend solche Erfahrungen sein können, beschreibt das Feedback einer Familie nach der Teilnahme ihres Sohnes:
„Unser Sohn hat viele wichtige Eindrücke aus dem internationalen Austausch mitgenommen. Besonders die Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine haben ihm deutlich gemacht, wie selbstverständlich Frieden und gute Bildung in unserem Land oft erscheinen. Nach seiner Rückkehr hat er mehrfach betont, wie dankbar er für seine Schule und die Möglichkeiten hier ist.“
