„Wenn auf eure Veranlassung hin eure Jugend gut ausgebildet ist, wird sie eurer Vaterstadt als Schutz dienen; denn für die Städte sind keine Bollwerke oder Mauern zuverlässigere Schutzwälle als Bürger, die sich durch Bildung, Klugheit und andere gute Eigenschaften auszeichnen.“
Dieser zeitlosen Maxime des Theologen Philipp Melanchthon versuchen wir gerecht zu werden, indem wir am Gymnasium von Beginn an religiöse Bildung theoretisch wie praktisch vermitteln.
Wir verstehen Schule nicht nur als Lernort, sondern zugleich als Lebensraum, in dem ein gutes Miteinander und gelungene Lernbiografien – getragen vom christlichen Glauben und dem christlichen Menschenbild – entstehen.
Unsere schulpastorale Arbeit ist diakonischer Dienst an und für die Menschen in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler werden als ganze Menschen mit ihren spirituellen Bedürfnissen und dem Wunsch nach einem gelingenden Leben in den Mittelpunkt gestellt, unabhängig von den klassischen Kategorien Leistung und Erfolg, die sonst in Schule angestrebt werden.
Unsere schulpastorale Arbeit will religiöse Erfahrungsräume sowie Unterstützung bei Krisen und Sinnfragen bieten. Sie fördert das soziale Lernen. Es geht dabei um all die Dinge, die für die Einzelnen wie für die Gemeinschaft von wesentlicher Bedeutung sind.
Schulpastoral ist bestrebt, Lernenden die Möglichkeit zu geben, Lebensorientierung aus dem Glauben zu erfahren, ihr Leben aus der Sicht des Glaubens zu deuten und die Gesellschaft verantwortlich im Sinne dieses Geistes mitzugestalten.
Umsetzung
Der christliche Glaube ist Grundlage des Schullebens. Jeder Schultag beginnt mit einem gemeinsamen Gebet in der Klasse. Darüber hinaus orientiert sich das Schuljahr am christlichen Jahreskreis (s. Tabelle). In der schuleigenen Kapelle feiern die Schülerinnen und Schüler Wortgottesdienste und Heilige Messen. Sie bekommen Einblick in weitere liturgische Formen des Glaubens, wie zum Beispiel Andachten (vor allem im Advent und in der Fastenzeit) und Stundengebete. Außerdem feiert jede Klasse einmal im Halbjahr einen eigenen Gottesdienst in der Kapelle. Darüber hinaus sind Schülerinnen, Schüler und Eltern eingeladen, die Angebote der Gemeinde zu nutzen. Es besteht eine enge Kooperation mit den Gemeinden St. Antonius und St. Peter und Paul.
Gottesdienste
Jede Klasse feiert mit Pater Heribert einmal im Schulhalbjahr einen Klassengottesdienst - immer donnerstags in der ersten Stunde.
Schulseelsorge
Pater Heribert ist donnerstags im Haus, feiert Gottesdienst mit den Schülerinnen und Schülern und ist an diesem Tag auch als Schulseelsorger ansprechbar.
Frau Schlüter ist als Religionslehrerin Gottesdienstbeauftragte für die Schule und Ansprechpartnerin der Gemeinde St. Peter und Paul.
Frau Hayungs für die Grundschule und Frau Eisner für das Gymnasium sind die beauftragten Schulseelsorgerinnen des Erzbistums; sie begleiten und organisieren schulpastorale Projekte, bereiten Gottesdienste vor und stehen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.
Schulpastorale Fahrten
Glaube zu erfahren gelingt Jugendlichen am besten im Austausch mit anderen Jugendlichen, denen sie Fragen stellen können, Antworten geben müssen und mit denen sie Gemeinschaft erleben. Deshalb bietet die Schule regelmäßig Oasentage an, bei denen sie an einem abgelegenen Ort in Ruhe miteinander ins Gespräch kommen, Vorbilder erleben und miteinander beten. Die Schule unterhält Kontakt zu den benachbarten Orden der Region, den Schwestern des Ordens Mägde Mariens in Wilhelmshost und den Benediktinerinnen in Alexanderdorf, wo die Oasentage stattfinden. Ältere Jugendliche haben die Möglichkeit, an einer Fahrt nach Taizé teilzunehmen.
