Sprachen öffnen Türen – zu anderen Kulturen, zu neuen Perspektiven und zu einem tieferen Verständnis Europas. An der Katholischen Marienschule Potsdam können Schülerinnen und Schüler drei Fremdsprachen lernen: Englisch als erste Fremdsprache sowie Französisch, Latein oder Spanisch ab Klasse 7. Sprachenlernen bedeutet für uns mehr als Unterricht im Klassenraum. Es lebt von Begegnungen, Reisen und persönlichen Erfahrungen.
Ein wichtiger Schritt dafür war die Erasmus+ -Akkreditierung, die unsere Schule im Schuljahr 2023/24 erhalten hat. Das europäische Programm ermöglicht internationale Kooperationen und fördert Austausch, Lernaufenthalte und gemeinsame Projekte unter dem Motto „Enriching lives, opening minds“. Für unsere Schülerinnen und Schüler eröffnet sich dadurch die Chance, Europa direkt zu erleben und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln.
Französisch – Begegnung mit Frankreich
In Klasse 9 reisen unsere Französischschülerinnen und -schüler nach Machecoul zur Partnerschule Saint Joseph. Dort leben sie eine Woche lang in Gastfamilien und erleben den Alltag französischer Jugendlicher aus erster Hand und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt. So sind bereits Ideen zur Wasserversorgung und ein deutsch-französisches Kochbuch entstanden.
Der Gegenbesuch findet jeweils einige Monate später in Potsdam statt. Neben dem gemeinsamen Unterricht entdecken die Jugendlichen die Region und lernen das Leben in Deutschland kennen. Danach berichten viele, wie schnell sich anfängliche Sprachhemmungen lösen und echte Freundschaften entstehen.
Latein – Geschichte Europas erleben
Die Lateinschülerinnen und -schüler verbinden Sprache mit kulturellen und historischen Erfahrungen. Eine Fahrt führt sie in die Region bei Neapel, wo sie antike Stätten wie Pompeji und Herculaneum besuchen.
Spanisch – Begegnung mit Spanien
Sprachfahrten führen unsere Schülerinnen und Schüler nach Gran Canaria oder Madrid, wo wir mit Partnerschulen zusammenarbeiten.
Auch hier wohnen die Jugendlichen in Gastfamilien und nehmen am Schulalltag teil. So lernen sie nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur Spaniens und die Lebenswirklichkeit Gleichaltriger kennen.
Einzelmobilitäten
Über die klassischen Austauschprogramme hinaus eröffnet Erasmus+ weitere Möglichkeiten: Schülerinnen und Schüler können individuelle Lernaufenthalte von drei bis vier Wochen an unseren Partnerschulen absolvieren. Während dieser Zeit besuchen sie den Unterricht vor Ort und leben in Gastfamilien.
Teilnehmende berichten anschließend begeistert von ihren Erfahrungen:
Sie erzählen von neu gewonnenen Freundschaften über Ländergrenzen hinweg und davon, wie sich ihre Sprachkenntnisse im Alltag spürbar verbessert haben.
Neue europäische Partnerschaften
Unser internationales Netzwerk wächst weiter. Derzeit entsteht ein neuer Austausch mit einer irischen Schule, der unseren Schülerinnen und Schülern zusätzliche Einblicke in die englischsprachige Welt ermöglichen soll.
Dank der Förderung durch Erasmus+ werden viele dieser internationalen Begegnungen finanziell unterstützt. Das Programm trägt den Großteil der Kosten für Austausch, Reisen und gemeinsame Projekte – und ermöglicht so intensive Lernerfahrungen in Europa, die für viele Familien sonst kaum realisierbar wären.
