Ein wichtiger Bestandteil unseres Lernens ist die Zusammenarbeit mit den weltkirchlichen Diensten des Erzbistum Berlin. Frau Lübker, Diözesanbeauftragte für weltkirchliche Aufgaben im Erzbistum Berlin und zugleich Mutter an unserer Schule, organisiert Begegnungen und Informationsangebote, durch die Schülerinnen und Schüler Einblicke in internationale soziale und kirchliche Projekte erhalten. Zugleich erfahren sie, welche Möglichkeiten es nach der Schulzeit gibt, sich in einem Freiwilligendienst im Ausland zu engagieren. 

Auch kommen regelmäßig Gäste an unsere Schule, die von ihrer Arbeit in anderen Teilen der Welt berichten und auf diese Weise den Blick über den eigenen Alltag hinaus öffnen.

So durften wir z.B. Pater Girish Santiago aus Myanm begrüßen. Der Jesuitenpater lebt seit vielen Jahren in Yangon und unterstützt Projekte der kirchlichen Hilfswerke Misereor und Missio. In seinem Vortrag schilderte er die schwierige Situation seines Landes, das von politischen Konflikten, Armut und Naturkatastrophen geprägt ist. Gleichzeitig berichtete er von konkreten Hilfsprojekten der Kirche – etwa von Bildungsangeboten für Kinder, von Unterstützung für Familien in Not und von Initiativen, die Menschen in Krisensituationen begleiten. Für unsere Schülerinnen und Schüler wurde hier greifbar, wie Solidarität über Ländergrenzen hinweg gelebt werden kann.

Als Rafael Jurado, ein kolumbianischer Kleinbauer, vom Hilfswerk Misereor bei uns zu Gast war, wurde die Größe und Bedeutung der Weltkichenarbeit deutlich. Er berichtete von seinem Alltag als Kaffeeanbauer in Kolumbien und von den Herausforderungen, mit denen viele Kleinbauernfamilien konfrontiert sind – etwa durch den Klimawandel und schwierige wirtschaftliche Bedingungen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie internationale Zusammenarbeit und kirchliche Hilfsprojekte dazu beitragen, Menschen vor Ort zu unterstützen.

Solche Begegnungen machen deutlich, was mit „Weltkirche“ gemeint ist: Christinnen und Christen leben ihren Glauben in vielen Ländern und Kulturen, stehen aber in einer weltweiten Gemeinschaft füreinander ein. Für unsere Schülerinnen und Schüler wird so erfahrbar, dass Fragen von Gerechtigkeit, Verantwortung und Solidarität nicht nur lokale Themen sind, sondern Menschen auf der ganzen Welt miteinander verbinden. Zugleich bekommen sie eine Vorstellung davon, wie ein freiwilliges soziales Jahr in Übersee aussehen kann.