In den vergangenen Jahren ist in der Schülerschaft der Marienschule ein Thema immer stärker in den Mittelpunkt gerückt: Gesundheit – insbesondere mentale Gesundheit. Viele Schülerinnen und Schüler erleben ihren Alltag als anspruchsvoll und teilweise belastend: Leistungsdruck, schulische Anforderungen, soziale Erwartungen, digitale Dauerpräsenz sowie globale Krisen prägen ihre Lebenswelt.
Die Schülervertretung hat das Thema Mental Health bewusst auf die Agenda der Schule gesetzt. Gemeinsam mit der Schulleitung und dem Kollegium wurde neben dem Programm LionsQuest- „gesund erwachsen werden“, das häufig in den Morgenkreisen praktiziert wird, nach Konzepten gesucht, um die Schülerinnen und Schüler langfristig zu stärken. In diesem Zusammenhang ist die Schule auf das international erprobte Präventionsprogramm MindMatters gestoßen, dessen Ansätze seit dem Schuljahr 2025/26 schrittweise in unsere schulische Arbeit integriert werden.
Die Grundlage des Konzepts orientiert sich an der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Gesundheit wird dort nicht nur als Abwesenheit von Krankheit verstanden, sondern als ganzheitlicher Zustand körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens.
Ein zentraler Gedanke lautet: „There is no health without mental health.“
Psychische Gesundheit bedeutet dabei, dass Menschen eine Balance zwischen zwei grundlegenden Bedürfnissen finden:
- produktive Anpassung – also die Fähigkeit, Herausforderungen des Alltags zu bewältigen
- Selbstverwirklichung – die Möglichkeit, eigene Wünsche, Hoffnungen und Lebensvorstellungen zu entfalten.
Vor allem Jugendliche müssen diese Balance erst entwickeln.
Die Marienschule als „Gesunde Schule“
Die Marienschule versteht sich deshalb zunehmend als Ort der Gesundheitsförderung. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die sie auch über die Schulzeit hinaus stärken.
Im Mittelpunkt stehen:
- die Stärkung psychischer Widerstandskraft (Resilienz)
- die Förderung von Selbstwahrnehmung und Eigenmotivation
- die Entwicklung eines verantwortlichen Umgangs mit Stress und Belastungen
- die Förderung eines gesunden Lebensstils.
Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der körperliche, psychische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.
Ausgehend von Befragungen und Gesprächen innerhalb der Schulgemeinschaft entwickelt die Marienschule Schritt für Schritt konkrete Angebote zur Gesundheitsförderung.
Mental-Health-Tage: Regelmäßig stattfindende Mental-Health-Tage schaffen Raum für Workshops, Gespräche und Informationsangebote. Themen sind beispielsweise:
- Stressbewältigung
- Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit
- Umgang mit Leistungsdruck
- soziale Beziehungen und Konfliktlösungen
Diese Tage werden gemeinsam mit der Schülervertretung geplant und gestaltet.
2. Prävention und Aufklärung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf präventiver Bildungsarbeit. Dazu gehören Projekte, meist mit der Polizei, zu Themen wie:
- Mediennutzung und Mediensucht
- Alkohol- und Nikotinprävention
- Gewaltfreie Kommunikation
Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu befähigen, bewusste Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.
3. Bewegung und körperliche Gesundheit
Wir möchten Bewegung und körperliche Aktivitäten stärker in den Schulalltag integrieren. Dazu gehören unter anderem:
- bewegte Pausen, Bewegungsangebote durch unsere Schulsozialarbeiterin
- Projekte zur Förderung von Fitness, Ausdauer und Mobilität
- Impulse für eine bewusste und ausgewogene Ernährung.
4. Stärkung der Schulgemeinschaft
Ein gesundes Schulklima ist eine wichtige Voraussetzung für Wohlbefinden und Lernfähigkeit. Deshalb setzen wir bewusst auf das Programm – Lions Quest- zur Stärkung sozialer Kompetenzen.
Im Contigo-Anti-Mobbing - Programm, unterstützen speziell ausgebildete Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit Schülerinnen und Schüler dabei, Konflikte frühzeitig wahrzunehmen und konstruktiv zu bearbeiten.
5.Kooperationen und Netzwerke
Gesundheitsförderung gelingt in Zusammenarbeit mit starken Partnern. Die Marienschule arbeitet deshalb eng mit verschiedenen Orten kirchlichen Lebens zusammen:
- Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam
- Caritas
- weitere Partner im Netzwerk Orte kirchlichen Lebens der Pfarrei Allerheiligen.
Gemeinsam entwickeln wir Angebote, gegenseitige Besuche und Workshops zu Themen mentaler und sozialen Gesundheit.
